Wasser schafft

Was passiert, wenn unsere Bäche durch Nährstoffe belastet werden? Wie gut funktioniert die Selbstreinigung in belasteten Bächen? Und hilft dabei eine vielfältige Gewässergestalt?

Helfen Sie uns zu untersuchen, wie sich Veränderungen in der Gewässergestalt auf die Wasser- und Sedimentqualität von verschmutzten Bächen auswirkt. Aus den Daten können wir erkennen, welche Faktoren die Selbstreinigung von Bächen beeinflussen.

Unser Projekt richtet sich gezielt an interessierte Schulklassen oder -gruppen. Machen Sie jetzt mit beim Citizen Science Award und einer Verlosung und gewinnen Sie für Ihre Daten einen Preis. Näheres dazu unter Citizen Science Award.

Was bedeutet Citizen Science?

„Wasser schafft“ ist ein YoungCitizenScience Projekt des Forschungsinstituts WasserCluster Lunz. Citizen Science Projekte sind Projekte, bei denen Bürgerinnen und Bürger Daten für die Wissenschaft erheben. Dieses Projekt wurde speziell für die Teilnahme von (Schul)Gruppen entwickelt.

Die Teilnahme am Projekt ist unverbindlich, eine Registrierung ist nicht notwendig. Sie können unsere Arbeitsblätter herunterladen, ausprobieren und sich dann entscheiden, ob Sie uns die Daten schicken. Eine Ausnahme stellt die Teilnahme am Citizen Science Award und der Verlosung dar. Hier benötigen wir aus verwaltungstechnischen Gründen Ihre Registrierung (Näheres dazu unter Citizen Science Award).

Weitere Citizen Science Projekte in Österreich

Worum geht es im Projekt „Wasserschafft“?

Ein natürlicher Bach besitzt eine hohe Selbstreinigungskraft. Durch ein unregelmäßiges Bachbett werden zahlreiche Lebensräume geschaffen, in denen bodenlebende Bakterien, Pilze und Algen dem Wasser Stoffe entziehen können. Landnutzung und Hochwasserschutz führten in den letzten Jahrzehnten in Österreich dazu, dass viele Bäche kanalisiert wurden. Dadurch kam es zu einer Beschleunigung des Wassertransports und einer Verkleinerung der Oberflächen, die für die Stoffaufnahme zuständig sind. Dies führte zu einer Verringerung der Selbstreinigungskraft der Bäche. Fällt diese auch noch mit einem verstärkten Nährstoffeintrag aus dem Umland zusammen (z.B. durch Einträge aus der Landwirtschaft und Siedlungen), dann wirkt sich das in einer Verschlechterung der Wasser- und Sedimentqualität aus.

Bis heute gibt es nur wenige flächendeckende Studien darüber, wie sich das Zusammenspiel von Verschmutzung und Gewässergestalt auf die Wasser- und Sedimentqualität von Bächen auswirkt. Das Projekt „Wasser schafft“ soll hier für Österreich Grundlagen schaffen, um Vorschläge für das Management von mehrfach belasteten Bächen in intensiv genutzten Gebieten auszuarbeiten.

Wer kann mitmachen?

Alle Personengruppen, die sowohl Interesse als auch Zeit für die notwendigen Untersuchungen haben. Ein Basiswissen über Wasserqualität sowie eine Basisausrüstung (Maßbänder, Kübeln, Probengefäße, etc.) sollten vorhanden sein. Wir richten uns speziell an Schulen, die im Rahmen von „Wasserschafft“ einen Bach in ihrer Nähe adoptieren wollen, um dort längere Messreihen (eventuell auch im Rahmen von vorwissenschaftlichen Arbeiten) durchzuführen. Schulklassen können bei Bedarf mit Ausrüstung unterstützt werden.

 

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft finanziert.