Datenerhebung

Wie soll ein Untersuchungsgewässer aussehen?
Am idealsten sind kleine bis mittelgroße Bäche. Als Maßstab für die Durchführbarkeit der Untersuchungen gilt: jeder Bach, der mit Stiefeln noch durchwatet werden kann, kann untersucht werden. Die Untersuchungsstrecke sollte zwei Abschnitte aufweisen, die sich in der Gewässergestalt oder im Uferbewuchs unterscheiden. Solche Veränderungen können folgenabschnittedermaßen aussehen:

  1. Übergang von einem mäandrierenden zu einem kanalisierten Abschnitt (und umgekehrt)
  2. Übergang von einem beschatteten zu einem offenen Abschnitt (oder umgekehrt)
  3. Wechsel zwischen einem natürlichen, unregelmäßigen Gefälle und einem durch Sohlschwellen bedingten regelmäßigen Gefälle

 
Die Größe der einzelnen Abschnitte sollten mindestens das 50-fache der jeweiligen Bachbreite betragen (also 100 m bei 2 m Bachbreite, 250 m bei 5 m Bachbreite). Optimal wäre, wenn in diesem Bereich kein anderer Bach einmündet. Sollte das doch der Fall sein, muss dieser Zufluss in die Untersuchungen miteinbezogen werden.
Näheres zu den Probestellen ist im File „2_Probenstellen.pdf“ auf der Download Seite zu finden.
 
Was wird untersucht?

  • Aufnahme der Tagessituation und Standortdaten (Wetter, Tageszeit, GPS etc.)
  • Kartierung der Umlandnutzung (Ufervegetation und Umland, z.B. Wald, Wiese, Feld)
  • Kartierung der Gewässergestalt in den beiden Abschnitten (Wassertiefe, Bachbreite, etc.)
  • Untersuchung der Sedimentstruktur und –qualität (Korngröße, Algenbewuchs, etc.)
  • Untersuchung der Wasserqualität (Respiration, Nährssalze, etc.)

Für die einzelnen Untersuchungen werden Protokolle zum Download bereitgestellt.